Pflichtprogramm für das Kinderzimmer

Bei einer dieser aufgezwungenen Pandemie-Arbeitspausen wurde mir bewusst, dass unser Kinderzimmer nicht mehr altersgerecht eingerichtet ist. Ganz gleich ob du dein erstes Kinderzimmer einrichtest oder versuchst, ein Kinderzimmer in einen Wohnbereich für Teenager zu verwandeln, es gibt ein paar Elemente, die nicht fehlen dürfen. Wie soll sich der Raum anfühlen? Wahrscheinlich bequem, sicher, entspannend, gemütlich und verspielt. Ein Schlafzimmer sollte in erster Linie zum Schlafen da sein, aber auch ein Ort sein, wo die Kinder spielen, lesen und auch lernen können. Hier also einige grundsätzliche Elemente. Pflichtprogramm für das Kinderzimmer:

  1. Etwas zum Schlafen: Ein Bett ist natürlich grundlegend.

Vergiss die schicke Wiege oder ein aufwendiges Gitterbettchen. Dein Baby wird nicht besser darin schlafen. Gib kein Vermögen dafür aus, entscheide dich stattdessen für eine praktische und sichere Lösung. Fachleute empfehlen, das Gitterbett bis zum dritten Lebensjahr zu nutzen.

Dies ist aber nicht immer einfach. Etwa wenn das Kind sehr groß ist, man selber aber eher klein gewachsen und das Kind noch dazu noch nicht in dem Alter ist, um selbstständig das Gitter erklettern zu können. Andererseits können Kleinkinder leicht nachts aus dem Bett rollen und sich am Kopf verletzen. Eine Abstürzsicherung ist nicht immer eine ideale Lösung, da sie das Kind daran hindert, morgens etwa schnell auf die Toilette zu kommen, ohne dass du als Elternteil zur Hilfe eilen mußt.

Ein Montessori-Bett, gefunden bei. https://childrensbedshome.com/de/, ist eine gute Alternative, da es einem Kleinkind Raum gibt, unabhängig zu werden, aber es ist niedrig genug, damit das Kind sich nicht verletzen kann, wenn es herausfällt.

Etagen- und Hochbetten sind ideal, wenn Kinder jünger sind. Die untere Ebene eignet sich hervorragend als beliebte Höhle und kindliche Unordnung lässt sich leicht hinter einem schönen Vorhang verstecken. Später lässt sich dort auch ein Schreibtisch und Stuhl unterbringen

Aber während dies für Geschwister, die sich ein Zimmer teilen, attraktiv ist, sind Etagenbetten für einen Erwachsenen schwierig zu machen und einige haben auch Gewichtsbeschränkungen, so dass ein Erwachsener nicht für Gute-Nacht-Geschichten oder zum Kuscheln hineingehen kann. Es kann einfacher sein, sich stattdessen für ein normales Einzelbett zu entscheiden. Diese haben den zusätzlichen Vorteil, dass man unter dem Bett auch Schubladen zur Lagerung der Bettwäsche oder Spielsachen hinzufügen kann.

Tipp: Zwei getrennte Doppelschubladen lassen sich einfacher herausziehen und machen auch die Reinigung unter dem Bett leichter.

  1. Etwas, das leuchtet: Oberlichter können sehr grell sein, besonders wenn du versuchst, die Kleinen zum Schlafen zu bringen! Ein Nachtlicht oder Glitzernde Lichter können viel Trost und Wärme bringen. Besonders für Kinder, die Angst vor der Dunkelheit haben. Gedämpftes Licht fördert die Ausschüttung von Melatonin und hilft dabei, leicht einzuschlafen. Ein Dimmer am Lichtschalter hilft dir, die Beleuchtung ganz genau zu steuern und sie schrittweise einzuschalten, wenn du deine Kinder im Dunkeln wecken musst.

Tipp: Wenn das Kind in einem Einzelbett schläft, bietet sich ein Kinder-Nachttisch an, um Leselampe, Buch, persönliche Dinge und eine eventuell notwendige Brille unterzubringen.

  1. Etwas zum Lesen: Bücher nähren die Phantasie und den Geist der Kinder. Deshalb sollten sie zugänglich aufbewahrt sein. Manche Eltern mögen es, wenn der Deckel des Buches sichtbar ist und empfehlen die Nutzung eines Gewürzregals. Das ist aber nur schön, wenn sehr wenige Bücher da sind. Praktischer ist da ein Kinder-Bücherregal. Wusstest du, dass Kinder Geschichten aufgrund dessen auswählen, was ihr Unterbewusstsein zu diesem Zeitpunkt verarbeitet? Wenn du sie also entscheiden lässt, welches Buch sie an einem bestimmten Tag mögen, ist das wirklich wichtig für ihr emotionales Wohlbefinden.

Tipp: Wenn dein Kind zweisprachig aufwächst, macht es ein Bücherregal mit zwei getrennten Regalen dem entsprechenden Elternteil leichter, das für sie richtige Vorlesebuch zu finden.

Bei der Wahl des Mobiliars solltest du bedenken, dass du letztlich der Design-Coach deiner Kinder bist. Eine gute Option ist, darauf hinzuweisen, dass jede Wahl, langfristig gefallen muss. Das hilft mitunter sogar bei Vorschulkindern.

 

Fotoquelle: Pixabay

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