Baumwollputz statt Tapezieren: Das steckt dahinter

Haben Sie schon einmal vom sogenannten Baumwollputz gehört? Hier handelt es sich um eine Methode, mit der man die Wand dekorieren kann. Obwohl es in Deutschland noch recht unbekannt ist, gibt es das Material schon seit mehreren Jahrhunderten. Alles Wissenswerte erfahren Sie hier.

 

Baumwollputz als echte Alternative zur Tapete

 

Baumwollputz ist als Wandbelag flexibler einsetzbar als die klassische Tapete. Das Material kann entweder mit einer Rolle in gleichmäßigen Bewegungen oder mit einer Glättkelle sowie mit einer Putzpistole verarbeitet werden. Die diversen Auftragetechniken erzielen jeweils unterschiedliche Effekte.

In der Regel ist Baumwolltapete schneeweiß, weil das immer noch die meistgenutzt Farbe bei Wänden ist. Doch den Baumwollputz von Wolcolor bekommen Sie auch in zahlreichen weiteren Farben, damit das eigene Zuhause Ihre Individualität widerspiegelt.

Baumwollputz wird auch als Flüssigtapete bezeichnet, weil er aus Zelluloseleim besteht, welcher von der Konsistenz an Kleister erinnert und Baumwollfasern beinhaltet. Natürlich unterscheiden sich die Produkte verschiedener Hersteller hinsichtlich der Zusammenstellung. In manchen Produkten sind zum Beispiel Seidenpartikel enthalten oder andere Fasermaterialien.

 

Diese Vorteile gibt es bei der Verarbeitung

 

Generell sieht der Baumwollputz nach der Trocknung genauso aus wie eine normale Tapete und fühlt sich – je nach Sorte und Auftragetechnik – auch genauso an. Allerdings ist die Verarbeitung deutlich praktischer. Das Grundmaterial wird ganz einfach wie normale Wandfarbe auf die Wand gestrichen. Sie brauchen daher weder einen sperrigen Tapeziertisch, noch zusätzlichen Kleister. Außerdem fällt das Zurechtschneiden und Abmessen der Tapeten weg.

Das flüssige Material eignet sich nicht nur für Wände, sondern kann auch für Decken genutzt werden. Gerade an der Decke zeigen sich die wahren Stärken des Baumwollputzes. Während Tapeten herunterhängen und mit vereinten Kräften an Ort und Stelle festgeklebt werden müssen, wird das flüssige Material mit einem beliebigen Hilfsmittel aufgetragen. Anschließen kann das Material dort in Ruhe trocknen.

 

So wird der Baumwollputz an die Wand gebracht

 

In einem ersten Schritt werden die Wände vorbehandelt. Die alten Tapeten kommen restlos herunter. Danach sollte der Untergrund glatt und sauber sein, damit das Material besser haftet. Bereiten Sie im Zuge dessen auch gleich alle benötigten Utensilien vor. Sie werden einen Eimer, Wasser, eine ausreichend große Wanne aus Kunststoff und ein Utensil zum Aufbringen benötigen. Die Komponenten, um die Tapete anzurühren, brauchen Sie natürlich ebenfalls.

Mischen Sie das Produkt genau nach Anleitung auf der Verpackung an. Haben Sie Fasern hinzugegeben und alles miteinander vermischt, kann es auch schon losgehen. Achten Sie darauf, dass die ganze Mischung eine gleichmäßige Konsistenz aufweist, die nicht zu wässrig ist. Wurde die Mischung zu dünn, tropft diese schneller von der Wand. In dem Fall können Sie versuchen, noch ein wenig mehr Fasern hinzuzugeben und wieder kräftig zu rühren. Achten Sie auch darauf, dass keine Klumpen in der Mischung verbleiben.

Tragen Sie die Mischung mit fließenden Bewegungen sowohl an der Decke als auch an den Wänden auf. Passen Sie auf, dass nichts an Möbel oder andere Objekte kommt, indem Sie die entsprechenden Stellen mit Folie oder Klebeband schützen. Sofern Sie eine Putzpistole einsetzen möchten, muss die Masse genau die richtige Konsistenz haben – weder zu flüssig, nicht zu fest. Halten Sie die Pistole in einem ungefähren Abstand von 50 Zentimetern zur Wand oder Decke.

Haben Sie das Material gleichmäßig verteilt, sehen Sie sich die Oberfläche noch einmal genau an. Gibt es Flecken, dann streichen Sie noch einmal über die betreffenden Areale. Danach muss der Putz für zwei bis vier Tage trocknen.

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